Weltmuseum Wien Frontansicht

Weltmuseum Wien

Nach umfangreichen Umbauarbeiten präsentiert das Haus seine weltberühmten Sammlungen wieder in der der Wiener Hofburg.

Eine faszinierende neue Schausammlung und mehrere Sonderausstellungen erwarten die BesucherInnen des Weltmuseums Wien ab 25.10.2017. Nach dreijähriger Schließ- und Umbauzeit wird das Museum in der Wiener Hofburg wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zur Eröffnung gestaltet André Heller mit zahlreichen internationalen KünstlerInnen eine große Show am Heldenplatz. Danach und am 26.10.2017, dem österreichischen Nationalfeiertag, kann das neue Museum mit seinen weltberühmten Objekten kostenlos besichtigt werden.

Altmexikanischer Federkopfschmuck Federkopfschmuck
Altmexikanischer Federkopfschmuck Federkopfschmuck © KHM-Museumsverband

Das Weltmuseum Wien versteht sich als ein Ort, der Menschen und Kulturen auf einzigartige Weise miteinander verbindet. Seine weltumspannenden Sammlungen dokumentieren Österreichs reichhaltige historische Beziehungen zur Welt. Das Herzstück des neuen Weltmuseums ist die von Grund auf neu konzipierte Schausammlung im Mezzanin. In 14 Sälen werden Geschichten wie auf einer Perlenkette aneinandergereiht und insgesamt 3.127 Objekte sowie zahlreiche Fotografien präsentiert und aus zeitgemäßer Sicht interpretiert. Themen der Säle sind etwa „Im Schatten des Kolonialismus“, „1873 – Japan kommt nach Europa“ oder „Der Orient vor der Haustür“. Im Saal „Geschichten aus Mesoamerika“ spielt der weltberühmte altmexikanische Federkopfschmuck Penacho eine zentrale Rolle. Ergänzend zur Schausammlung sind fünf Sonderausstellungen zu sehen, die einen neuen Blick auf ethnographische Themen bieten. Zum Angebot des neuen Weltmuseums Wien gehört auch ein Café und Bistro, ein moderner Veranstaltungsbereich sowie ein Medienkubus samt Aktionsfläche vor dem Gebäude.

Das Weltmuseum Wien – ehemals Museum für Völkerkunde Wien – zählt mit seinen umfassenden Sammlungen von ethnografischen Objekten, historischen Fotografien und Büchern zu außereuropäischen Kulturen zu den bedeutendsten ethnographischen Museen der Welt. Insgesamt finden sich über 200.000 ethnografische Gegenstände, 100.000 historische Fotografien und 146.000 Druckwerke zu Geschichte, Kultur, Kunst und Alltagsleben vorwiegend außereuropäischer Völker in dem 1928 eröffneten Haus. Die Schätze stammen aus Afrika, Vorder- und Zentralasien, Sibirien, Südostasien, Nord-, Mittel- und Südamerika, China, Korea, Japan, Ozeanien, Australien und aus der Himalaya-Region. Teilweise wurden die Exponate auf den zahlreichen Reisen der Habsburger-Erzherzoge gesammelt. Außerdem beherbergt das Museum einen Teil der Sammlung des britischen Seefahrers und Entdeckers James Cook (1728-1779).

Quelle: Wien Tourismus

  • Einblick Saal "In eine Neue Welt"
    Einblick Saal "In eine Neue Welt" © KHM-Museumsverband
  • Einblick Saal "Im Schatten des Kolonialismus"
    Einblick Saal "Im Schatten des Kolonialismus"Sonderausstellungsansicht "Sharing Stories. Dinge Sprechen"© KHM-Museumsverband
  • Saal "Sammlerwahn. Ich leide an Museomanie!"
    Saal "Sammlerwahn. Ich leide an Museomanie!" © KHM-Museumsverband
  • Saal "Südsee: Begegnungen mit dem verlorenen Paradies"
    Saal "Südsee: Begegnungen mit dem verlorenen Paradies" © KHM-Museumsverband