Wiener Antidiskriminierungstelle für LGBT (WASt)

Es ist eine unserer Aufgaben, von Diskriminierungen Betroffene zu unterstützen. In dieser Funktion ist die Antidiskriminierungsstelle für ALLE diskriminierten homo-, bi- und transsexuellen Wienerinnen und Wiener da, egal, ob diese für die Stadt Wien arbeiten oder nicht.

Darüber hinaus ist die Antidiskriminierungsstelle aber auch für all jene da, die in irgendeiner Form mit Diskriminierung von homo-, bi- und transsexuellen Menschen zu tun haben - als Diskriminierte, Diskriminierende, KollegIn, FreundIn, etc.

Die Antidiskriminierungsstelle ist jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr besetzt. In dieser Zeit kann man/frau einfach anrufen oder persönlich vorbeikommen, weiters kann man jederzeit telefonisch einen Termin vereinbaren. Das Service der Antidiskriminierungsstelle ist in jedem Falle kostenlos und völlig anonym.

Es gibt sehr viele im Detail unterschiedliche Definitionen von Diskriminierung. Auf den Punkt gebracht aber ist Diskriminierung jede Form von Benachteiligung, Nichtbeachtung, Ausschluss oder Ungleichbehandlung von einzelnen Menschen oder Gruppen auf Grund ihnen angedichteter oder in einem bestimmten Zusammenhang nicht relevanter Merkmale.

Wenn Sie mit dem Thema Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen oder Transsexuellen konfrontiert sind, in welcher Form auch immer, wenden Sie sich an uns.
Im Gespräch mit uns haben Sie die Möglichkeit, sich auszusprechen und die Gewissheit, ernst genommen zu werden. Wir können das Problemfeld mit Ihnen eingrenzen, konkrete Problemkonstellationen herausarbeiten und Ihnen vielleicht Tipps und Anregungen geben, wie Sie die problembeladene Situation für sich selbst verbessern können. Reicht diese Hilfe zur Selbsthilfe nicht aus werden wir Ihnen anbieten, mit Ihnen einen Plan auszuarbeiten, wie wir als Antidiskriminierungsstelle konkret helfen können. Vielleicht wollen Sie, dass wir zwischen Ihnen und jemandem anderen vermitteln, oder Sie möchten uns als Vertrauensperson bei Amtswegen dabeihaben, oder Sie wollen, dass wir uns in einem konkreten Fall für Sie stark machen. Unsere Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig und vom Einzelfall abhängig.

Auf jeden Fall aber ist unsere Unterstützung anonym und für Sie kostenlos. Wir werden in Ihrer Angelegenheit erst dann anderen gegenüber aktiv, wenn Sie uns ausdrücklich dazu beauftragen. Wenn man davon ausgeht, dass ca. 10 Prozent der Bevölkerung lesbisch oder schwul sind, ist anzunehmen, dass auch Sie „betroffen“ sind: als KollegIn, als Elternteil, als Schwester, als Bruder, als Vorgesetzte/r, als LehrerIn etc. Es ist in jedem Fall gut, informiert zu sein; zu wissen, dass Homosexualität keine Störung oder Krankheit ist. Vielleicht wollen Sie auch Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen gegenüber signalisieren, dass Sie sie akzeptieren und falls es notwendig ist, auch unterstützen, sei es durch ein Gespräch oder durch Weitergabe von Kontaktadressen oder Beratungsstellen. Auch Gespräche im Familien- oder KollegInnenkreis können helfen, Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen abzubauen oder erst gar nicht entstehen zu lassen.